Gesetzesänderung · Foundations
Family Foundations und Corporate Tax 2026: Governance wird steuerlich sichtbar.
Die FTA-Guidance zu Family Foundations macht deutlich: Stiftungsähnliche Strukturen brauchen nicht nur Errichtungsdokumente, sondern eine konsistente laufende Ordnung. Begünstigte, Kontrollrechte, Tätigkeit und Dokumentation sind steuerlich relevant.
Kernaussage
Eine Foundation, ein Trust oder eine ähnliche Struktur kann steuerlich anders behandelt werden als eine operative Gesellschaft. Ob eine Struktur als Family Foundation eingeordnet werden kann und welche Folgen daraus entstehen, hängt von Bedingungen wie Begünstigtenkreis, Hauptzweck, fehlender Business Activity, Anti-Avoidance und laufender Bestätigung ab.
Was vor Errichtung geklärt werden sollte
- Wer ist Founder, wer kontrolliert Council, Guardian, Protector oder vergleichbare Rollen?
- Wer sind Begünstigte, und bestehen feste oder ermessensabhängige Rechte?
- Hält die Struktur Vermögen passiv, oder werden Tätigkeiten ausgeübt, die eine Lizenz oder Business Activity auslösen können?
- Wie werden Einlagen, Ausschüttungen, Darlehen, Kosten und Vermögensübertragungen dokumentiert?
- Passt die VAE-Einordnung zur steuerlichen Behandlung im Ansässigkeitsstaat der Beteiligten?
Praktische Folge
Die Struktur sollte so vorbereitet werden, dass Banken, Steuerberater und Behörden dieselbe Geschichte lesen: Zweck, Vermögensherkunft, Begünstigte, Entscheidungswege und laufende Dokumentation müssen zusammenpassen. Besonders bei internationalen Familien ist die Einordnung im Herkunfts- oder Wegzugsstaat mitzudenken.